Vor der Ehe trägt man ihn als Verlobungsring an der linken Hand. Bei der Trauung wird er als Ehering gegenseitig auf die rechte Hand gesteckt.
Seit frühester Zeit werden dem Ring geheimnisvolle, mystische Kräfte zugeschrieben. In Italien gefundene Eheringe zeigten die Form eines Schlüssels. Ein Zeichen dafür, dass der Frau die Schlüsselgewalt übertragen wurde.
Als Pfand der Liebe galt der Ring bei den alten Germanen. Siegfried und die Walküre Brunhild gelobten sich mit ihm die ewige Treue. Das Ende der Nibelungen wird darauf zurückgeführt, dass Siegfried diese Treue gebrochen hat.
Bei den alten Ägyptern hatte der vierte Finger der linken Hand eine besondere Bedeutung. Er wurde als Liebesfinger bezeichnet, an diesem Finger musste vor der Hochzeit der Liebesring getragen werden. Nach der romantischen Anatomie führt von diesem Finger aus eine Arterie direkt zum Herzen.
Als Aberglaube gilt auch, dass wenn der Mann der Frau den Ring an die Hand steckt und er bleibt im vorderen Teil des Fingers stecken, dann wird die Frau das Haus beherrschen. Nur wenn der Ring bis an die Fingerwurzel durchgleitet bleibt der Mann Herr im Haus. Man erzählt, dass manche Mädchen früher aus diesem Grund den Finger leicht gebeugt haben als der Mann ihnen den Ring ansteckte.
Jedenfalls ist und bleibt der Trauring
das wertvollste Schmuckstück aller Zeiten!